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Patienten > Behandlung > Altersverschleiss

  • > Behandlung des Bandscheibenvorfalles

    Konservative Behandlung des Bandscheibenvorfalles

     

    Ein Bandscheibenvorfall muss nicht zwingend eine operative Therapie zur Folge haben. In vielen Fällen wird im ersten Schritt eine konservative, nicht operative Therapie angewandt, um den Schmerz zu lindern und die Beweglichkeit wieder herzustellen. Eine effektive Schmerztherapie in Kombination mit einer physiotherapeutischen Bewegungstherapie oder einer physikalischen Therapie helfen dem Körper im Selbstheilungsprozess.

     

    Sollten Schmerz-, Physio- oder physikalische Therapie nicht den gewünschten Heilungserfolg bringen, kann die Infiltrationstherapie im nächsten Schritt eingesetzt werden. Hierbei werden, unterstützt durch moderne Bildgebung, hochwirksame Schmerzmittel millimetergenau an die Stelle der Schmerz auslösenden Stelle im Rücken gespritzt.

     

    Erst wenn der konservative Therapieansatz keinen Erfolg zeigt und die Schmerzen chronisch sind oder der Bandscheibenvorfall dauerhafte Schäden an Wirbelsäule oder Nerven verursachen könnte, wird eine Operation in Betracht gezogen.

    Nukleoplastie - Gewebeverdampfung

     

    Besitzt die Bandscheibe noch ausreichend Höhe und ist der Faserring noch nicht durchbrochen, kann eine Teilverdampfung der Bandscheibe gegen die Schmerzen helfen. Der minimal-invasive Eingriff kann ambulant durchgeführt werden und hinterlässt fast keine Narben beim Patienten.

     

    Bei der Nukleoplastie wird eine feine Plasmasonde über den Rücken zur betroffenen Bandscheibe hin eingeführt und das Bandscheibengewebe vaporisiert. Das bedeutet, das Bandscheibengewebe wird durch Hitze bei ca. 40 – 70°C verdampft. Durch die verhältnismäßig niedrigen Temperaturen wird umliegendes Gewebe geschont.

     

    Die entstehenden Hohlräume schaffen ausreichend Platz, damit sich der Bandscheibenkern wieder in seine ursprüngliche Form bzw. Position zurückziehen kann.

     

    Mit diesem Verfahren ist eine sofortige Schmerzfreiheit bei voller Mobilität möglich.

     

    Filmbeitrag im ZDF "heute in Deutschland", vom Januar 2014

    Mikroskopisch assistierte Nukleotomie

     

    Die Nukleotomie stellt das Standardverfahren zur minimal-invasiven, operativen Therapie eines Bandscheibenvorfalles dar. Bestehen auch nach konservativer Therapie Lähmungen oder Ausfallerscheinungen, kann der Operateur mit Hilfe zweier kleiner Röhrchen (Dilatator), die durch den Rückenmuskel hindurch an die Wirbelsäule bzw. an die beschädigte Bandscheibe gebracht werden, unter dem Mikroskop den Bandscheibenvorfall entfernen.

    Volumenerhöhung der Bandscheibe mit Hydrogel-Implantat

     

    Bei Bandscheibenerkrankungen, die auf einen Flüssigkeitsverlust in der Bandscheibe zurückzuführen sind, gibt es die Möglichkeit zur Regeneration der Bandscheibe mit Hilfe eines Gel-Implantates. Der zuerst harte Gel-Stick wird in einem minimal-invasiven Eingriff in die Bandscheibe eingelegt. Nach 1 bis 2 Stunden schwillt das Implantat durch Flüssigkeitsaufnahme auf das bis zu 10-fache Volumen an und verschafft der Bandscheibe wieder, die für ihre Pufferfunktion wichtige Elastizität. In vielen Fällen sind die Patienten unmittelbar nach dem Eingriff bereits wieder schmerz- und beschwerdefrei.

  • > Behandlung der Osteochondrose

    Konservative Behandlung der Osteochondrose

     

    Eine Osteochondrose muss nicht zwingend eine operative Therapie zur Folge haben. In vielen Fällen wird im ersten Schritt eine konservative, nicht operative Therapie angewandt, um den Schmerz zu lindern und die Beweglichkeit wieder herzustellen. Eine effektive, medikamentöse Schmerztherapie in Kombination mit einer physiotherapeutischen Bewegungstherapie oder einer physikalischen Therapie helfen dem Körper im Selbstheilungsprozess.

     

    Erst wenn der konservative Therapieansatz keinen Erfolg zeigt und die Schmerzen chronisch sind oder die Osteochondrose dauerhafte Schäden an Wirbelsäule oder Nerven verursachen könnte, wird eine Operation in Betracht gezogen.

    Einsatz einer vollbeweglichen Bandscheibenprothese

     

    Ist die Beschädigung der Bandscheibe im Bereich der Hals- oder Lendenwirbelsäule so weit fortgeschritten, dass sie nicht mehr belastungsfähig ist, kann die beschädigte Bandscheibe durch eine vollbewegliche Bandscheibenprothese ersetzt werden. Dem Patienten kann eine weit aufwendigere Versteifungsoperation damit erspart werden.

     

    Der Operateur entfernt unter dem Mikroskop die defekte Bandscheibe, dies erfolgt über einen kleinen Zugang von vorne. Vor allem bei jungen Patienten kommt diese Methode häufig zum Einsatz, da die Beweglichkeit der Wirbelsäule komplett erhalten bleibt und die ursprüngliche Mobilität des Patienten meist nach kurzer Zeit wieder hergestellt ist. Die Prothese für die Halswirbelsäule ist mit 10 mm Durchmesser kleiner als ein Daumennagel. Der Eingriff dauert ca. 1 Stunde und wird unter Vollnarkose durchgeführt. Der Krankenhausaufenthalt liegt bei 4-5 Tagen.

    Dynamische Spondylodese (Teilversteifung)

     

    Bei Deformationen und Verschleißerscheinungen der Wirbelsäule, bei denen noch ausreichend Bandscheibenhöhe und wenig Arthrose in den kleinen Wirbelbogengelenken vorhanden ist, kann mit Hilfe eines flexiblen Stabs die Wirbelsäule stabilisiert werden, ohne die Beweglichkeit der Wirbelsäule komplett einzuschränken. Bei einer Vollversteifung verliert der Patient pro Versteifungssegment (2 Wirbel und eine Bandscheibe) ca. 5% seiner Beweglichkeit und die Funktionalität der Bandscheibe als Stoßdämpfer in diesem Bereich. Mit Schrauben werden die federähnlichen Stäbe an den Wirbelkörpern fixiert und fein justiert. Stab und Schrauben bleiben dauerhaft im Körper des Patienten. Eine Vorteil der dynamischen Versteifung ist die Schonung der benachbarten Bewegungssegmente.

    Spondylodese (Stabilisierung) mit PLIF oder TLIF Technik

     

    Die Spondylodese dient zur Stabilisierung von 2 oder mehreren Wirbelkörpern an allen drei Bereichen der Wirbelsäule. Der Halswirbelsäule (HWS), Brustwirbelsäule (BWS) und der Lendenwirbelsäule (LWS). Um die nötige Stabilität und Festigkeit zu gewährleisten, werden Pedikelschrauben in die Wirbelkörper eingebracht und über Stäbe miteinander verbunden. In die Bandscheibenzwischenräume werden nach Entfernung der Bandscheibe Platzhalter, sogenannte Cages aus Titan eingebracht. In der PLIF-Technik werden zwei Cages, in der TLIF-Technik nur ein Cage von hinten in die Wirbelsäule eingebracht, die mit körpereigenem Knochenmaterial ausgefüllt werden.

     

    Nach ca. 3-4 Monaten sind die beiden Wirbelkörper mit dem Cage verwachsen und bilden eine stabile und belastbare Einheit.

    Bildquelle: ulrich medical

    Ventrale Fusion der Wirbelkörper an HWS und LWS  (Versteifung von innen)

     

    Von einer ventralen Fusion spricht man, wenn der Operateur den Zugang zum Operationsgebiet an der Wirbelsäule nicht von hinten, sondern über den Bauchraum oder den Hals wählt. Die operative Vorgehensweise entspricht der oben beschriebenen Spondylodese, nur dass Schrauben und Stäbe bzw. Platten an der Innenseite der Wirbelsäule fixiert werden.

     

    Eine Eingriff an der Brustwirbelsäule mit dem Zugang über den Brustkorb gestaltet sich deutlich schwieriger. In vielen Fällen kann dies jedoch über einen minimal-invasiven Eingriff, die sogenannte Thorakoskopie erfolgen.

    Bildquelle: ulrich medical

  • > Behandlung der Spondylarthrose (Facettensyndrom)

    Konservative Behandlung des Facettensyndroms

     

    Das Facettensyndrom muss nicht zwingend eine operative Therapie zur Folge haben. In vielen Fällen wird im ersten Schritt eine konservative, nicht operative Therapie angewandt, um die Reizung des Facettengelenkes zu beseitigen und die Beweglichkeit wieder herzustellen. Eine effektive Schmerztherapie mit nicht-steroidaler Antiphlogistika hilft dem Körper zudem im Selbstheilungsprozess.

     

    Sollten Schmerz-, Physio- oder physikalische Therapie nicht den gewünschten Heilungserfolg bringen, kann die Injektionstherapie im nächsten Schritt eingesetzt werden. Hierbei werden, unterstützt durch moderne Bildgebung, hochwirksame Schmerzmittel und Cortisonpräperate millimetergenau an die Stelle der Schmerz auslösenden Stelle im Rücken gespritzt.

     

    Erst wenn der konservative Therapieansatz keinen Erfolg zeigt und die Schmerzen chronisch sind oder die Erkrankung dauerhafte Schäden an Wirbelsäule oder Nerven verursachen könnte, wird eine Operation in Betracht gezogen.

    Facettendenervation

     

    Bei der Deneveration werden unter örtlicher Betäubung die Zwischengelenkswirbel (Facetten) mittels Einwirkung von Hitze oder Kälte verödet. Bei diesem Prozess werden die für die Schmerzweiterleitung verantwortlichen Nervenfasern manipuliert, so dass ein Weiterleiten des Schmerzes nicht mehr möglich ist. Da der Nervenast nicht dauerhaft durchtrennt wird, ist die Schmerzweiterleitung für ca. 2 Jahre unterbrochen.

     

    Durch diesen Eingriff sind keine Bewegungseinschränkungen zu erwarten, da keine motorischen Fasern in Mitleidenschaft gezogen bzw. entfernt werden.

    Spondylodese (Stabilisierung) mit PLIF oder TLIF Technik

     

    Die Spondylodese dient zur Versteifung von 2 oder mehreren Wirbelkörpern an allen drei Bereichen der Wirbelsäule. Der Halswirbelsäule (HWS), Brustwirbelsäule (BWS) und der Lendenwirbelsäule (LWS). Um die benötigte Stabilität und Festigkeit zu gewährleisten, werden Schrauben in die Wirbelkörper eingebracht und über Stäbe miteinander verbunden. In die Bandscheibenzwischenräume werden nach Entfernung der Bandscheibe Platzhalter, sogenannte Cages aus Titan eingebracht. In der PLIF-Technik werden zwei Cages, in der TLIF-Technik nur ein Cage von hinten in die Wirbelsäule eingebracht und mit körpereigenem Knochenmaterial ausgefüllt.

     

    Nach ca. 3-4 Monaten sind die beiden Wirbelkörper mit dem Cage verwachsen und bilden eine stabile und belastbare Einheit.

    Bildquelle: ulrich medical

  • > Behandlung der Spinalkanalstenose (Verengung des Wirbelkanals)

    Konvervative Behandlung der Spinalkanalstenose

     

    Eine Verengung des Wirbelkanals muss nicht zwingend eine operative Therapie zur Folge haben. In vielen Fällen wird im ersten Schritt eine konservative, nicht operative Therapie angewandt, um den Schmerz zu lindern und die Beweglichkeit wieder herzustellen. Eine effektive Schmerztherapie in Kombination mit einer physiotherapeutischen Bewegungstherapie helfen dem Körper im Selbstheilungsprozess. Die Wirkung ist jedoch meist nur kurzfristig.

     

    Sollten Schmerz- oder Physio- oder physikalische Therapie nicht den gewünschten Heilungserfolg bringen, kann das Tragen eines Stützkoresetts unter Umständen Entlastung bringen. Jedoch werden auch hierbei nicht die tatsächlichen Ursachen der Verengung behoben.

     

    Die Problematik der schwachen oder teils tauben Beine kann nur behoben werden, wenn der Nervenkanal durch eine Operation geweitet und für die Nerven wieder ausreichend Platz geschaffen wird.

    Dekompression

     

    Operationen am Spinalkanal sind immer komplizierte Eingriffe, die nur von absoluten Experten mit ausreichend Erfahrung durchgeführt werden sollte.

     

    Ziel der Operation ist die nachhaltige Druckentlastung der eingeengten Nerven. Hierfür entfernt der Operateur an der Stenosestelle Teile des Wirbelkörperbogens und gegebenenfalls auch die nötigen Anteile der Bandscheibe. Mit Hilfe von feinen Instrumenten wird unter mikroskopischer Assistenz der Nervenkanal erweitert, um wieder ausreichend Platz für die Nerven zu erreichen.

     

    Um für ausreichend Stabilität nach dem Eingriff zu sorgen, muss in wenigen Fällen der betroffene Wirbelkörper mit einem benachbarten Wirbelkörper mit Schrauben und Stäben verbunden werden. Nach ca. 3-4 Monaten sind die beiden Wirbelkörper fest miteinander verwachsen und bilden ausreichend Stabilität.

     

    In einigen Fällen kann es ausreichend sein, den Wirbelkanal mit Hilfe eines interspinösen Spreizers zu erweitern.

  • > Behandlung der Spondylolistesis (Wirbelgleiten)

    Konvervative Behandlung des Wirbelgleitens

     

    Das Wirbelgleiten muss nicht zwingend eine operative Therapie zur Folge haben. In vielen Fällen wird im ersten Schritt eine konservative, nicht operative Therapie angewandt, um den Schmerz zu lindern und die Stabilität wieder herzustellen. Eine effektive Schmerztherapie in Kombination mit einer physiotherapeutischen Bewegungstherapie oder einer physikalischen Therapie helfen dem Körper im Selbstheilungsprozess.

     

    Sollten Schmerz-, Physio- oder physikalische Therapie nicht den gewünschten Heilungserfolg bringen, kann die Injektionstherapie im nächsten Schritt eingesetzt werden. Hierbei werden, unterstützt durch moderne Bildgebung, hochwirksame Schmerzmittel millimetergenau an die Stelle der Schmerz auslösenden Stelle im Rücken gespritzt.

     

    Erst wenn der konservative Therapieansatz keinen Erfolg zeigt und die Schmerzen chronisch sind oder die Erkrankung dauerhafte Schäden an Wirbelsäule oder Nerven verursachen könnte, wird eine Operation in Betracht gezogen.

    Repositions-Spondylodese mit PLIF, TLIF oder ALIF-Technik

     

    Die Repositions-Spondylodese dient zur Korrektur von 2 oder mehreren Wirbelkörpern, die aufgrund der Erkrankung die ursprüngliche Position verloren haben. Um die korrigierte Position stabil zu halten, werden Pedikelschrauben in den betroffenen sowie in den darunter liegenden Wirbelkörper eingebracht und über Stäbe miteinander verbunden. In die Bandscheibenzwischenräume werden nach Entfernung der erkrankten Bandscheibe Platzhalter, sogenannte Cages aus Titan eingebracht. In der PLIF-Technik werden zwei Cages, in der TLIF-Technik nur ein Cage in die Wirbelsäule eingebracht und mit körpereigenem Knochenmaterial ausgefüllt.

     

    Nach ca. 3-4 Monaten sind die beiden Wirbelkörper mit dem Cage verwachsen und bilden eine stabile und belastbare Einheit.

     

    Bei den Operationstechniken wird unterschieden, ob der Operateur den Zugang zur Wirbelsäule von hinten (Dorsale Repositions-Spondylodese), oder von hinten und vorne gleichzeitig (Dorsoventrale-Repositions-Spondylodese) wählt.

    Bildquelle: ulrich medical

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