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Patienten > Behandlung > Entzündungen

  • > Behandlung der Spondylithis ankylosans (Morbus Bechterew)

    Leider ist diese Erkrankung nicht heilbar und die Therapie der Erkrankung dient in erster Linie zur Linderung der Symptome sowie der Verbesserung der Lebensqualität der Patienten.

     

    Die stark unterschiedlichen Krankheitsverläufe und Krankheitsbilder erschweren eine frühe Diagnose der Erkrankung. Die Art der angewandten Therapie hängt stark vom Krankheitsverlauf und dem Stadium der Erkrankung ab und wird für jeden Patienten individuell entschieden.

    Konservative Therapie

     

    Der konservative Therapieansatz besteht in erster Linie durch den Einsatz eines Stützkorsetts. Das individuell anpassbare Korsett bringt den Rücken des Patienten von einer vermeintlich schmerzlindernden Schonhaltung in eine, die Wirbelsäule entlastende, aufrechte Haltung.

    Fusion / Versteifung der Wirbelsäule über zwei oder mehr Wirbelsegmente

     

    Um den Körper aufzurichten und die nötige Stabilität in der Wirbelsäule zu erreichen, kann eine dauerhafte Versteifung der betroffenen Teilbereiche der Wirbelsäule eine für den Patienten gewinnbringende Therapie darstellen.

     

    Je nach Ausprägung und Stadium der Erkrankung, kann eine Versteifung und somit eine Stabilisierung über zwei oder mehrere Etagen erfolgen. Die Versteifung erfolgt mit Hilfe von Schrauben, die in die Wirbelkörper eingeschraubt und mit einem Stab-System fest miteinander verbunden werden. Je nach Zustand der Bandscheiben zwischen den Wirbeln bleiben diese erhalten oder werden während der Operation durch sogenannte Cages (Platzhalter) ersetzt.

    Bildquelle: ulrich medical

    Wirbelkörperersatz, wenn nötig in Verbindung mit einer Spondylodese

     

    Sind die Wirbelkörper durch die Erkrankung bereits stark beschädigt und engen den Spinalkanal ein, müssen die defekten Wirbelkörper entfernt und durch ein Implantat ersetzt werden. Der Wirbelkörperersatz in Verbindung mit der Spondylodese verläuft nach dem selben Prinzip, wie die Behandlung eines traumatischen Bruches. Im Falle der Spondylithis ankylosans dehnt sich die Stabilisierung meist jedoch über mehrere Etagen, sprich Wirbelkörper aus.

     

    Eine genaue Beschreibung finden Sie unter:

    Behandlung - Verletzungen/Brüche - traumatische Brüche

    Bildquelle: ulrich medical

    Osteotomie

     

    Unter der Osteomie versteht man den kontrollierten Bruch von bereits verknöcherten Segmenten der Wirbelsäule. Nach dem Bruch werden die Segmente wieder neu ausgerichtet und in eine günstigere Position gebracht. Mit Hilfe einer Korrektur-Spondylodese mit einem Schrauben-Stab-System wird die neue Position gesichert und stabilisiert, damit die Knochen in der neuen Position wieder zusammen wachsen können.

     

    Eine genaue Beschreibung der Spondylodese finden Sie unter:

    Behandlung - Verletzungen/Brüche - traumatische Brüche

  • > Behandlung der infektiösen Spondylodiszitis

    Konservative Behandlung im ersten Schritt

     

    Ein infektiöse Spondylodiszitis (Infektion der Bandscheibe) muss nicht zwingend eine operative Therapie zur Folge haben. Bei dieser Erkrankung wird im ersten Schritt immer eine konservative, nicht operative Therapie angewandt, um die Symptome zu lindern und die Beweglichkeit langfristig wieder herzustellen. Neben der Bettruhe über mehrere Wochen steht eine medikamentöse Behandlung mit Antibiotika im Vordergrund. Zur weiteren Schonung kann im nächsten Schritt ein Stützkorsett zum Einsatz kommen, um die Wirbelsäule weiterhin ruhig zu stellen oder zu entlasten.

     

    Das individuell anpassbare Korsett bringt den Rücken des Patienten von einer vermeintlich schmerzlindernden Schonhaltung in eine die Wirbelsäule entlastende, aufrechte Haltung und fördert somit den Heilungsprozess.

     

    Wenn die medikamentöse Behandlung versagt und die Gefahr für neurologische Komplikationen und Deformitäten der Wirbelsäule gegeben ist, sollte eine operative Therapie in Betracht gezogen werden.

    Spondylodese (Stabilisierung) mit PLIF oder TLIF Technik

     

    Im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung kann es nötig sein, die Wirbelsäule operativ zur stabilisieren. Eine Spondylodese dient dabei zur Stabilisierung von 2 oder mehreren Wirbelkörpern an allen drei Bereichen der Wirbelsäule. Der Halswirbelsäule (HWS), Brustwirbelsäule (BWS) und der Lendenwirbelsäule (LWS). Um die benötigte Stabilität und Festigkeit zu gewährleisten, werden Pedikelschrauben in die Wirbelkörper eingebracht und über Stäbe miteinander verbunden. In die Bandscheibenzwischenräume werden nach Entfernung der entzündlich erkrankten Bandscheibe Platzhalter, sogenannte Cages aus Titan eingebracht. In der PLIF-Technik werden zwei Cages, in der TLIF-Technik nur ein Cage von hinten in die Wirbelsäule eingebracht und mit körpereigenem Knochenmaterial ausgefüllt.

     

    Nach ca. 3-4 Monaten sind die beiden Wirbelkörper mit dem Cage verwachsen und bilden eine stabile und belastbare Einheit.

    Bildquelle: ulrich medical

    Abszessesentlastung im Spinalkanal

     

    Kommt es zu einem Abszess im Spinalkanal, muss der Abszess dringend entfernt werden. Eine komplette Entfernung eines Abszesses gestaltet sich in der Regel sehr schwierig, da das Gewebe um den Abszess meist großflächig entzündet ist und zudem in unmittelbarer Nachbarschaft zu den sensiblen Nervenstrukturen liegt.

     

    Wie bei einer Dekompression wird der Spinalkanal erweitert, um nachhaltig die Druckbelastung auf die Nerven, die durch die Entzündung hervorgerufen wurde zu nehmen und den Abszess auszuspülen.

     

    Um für ausreichend Ruhigstellung zur Ausheilung der Entzündung zu sorgen, wird der betroffene Wirbelkörper mit einem benachbarten Wirbelkörper durch eine Spondylodese mit Hilfe von Schrauben und Stäben miteinander verbunden. Muss bei dem Eingriff die Bandscheibe entfernt werden, wird ein sogenannter Cage als Platzhalter eingesetzt und mit Knochenmaterial aufgefüllt.

     

    Nach ca. 3-4 Monaten sind die beiden Wirbelkörper fest miteinander verwachsen und geben wieder ausreichend Stabilität.

  • > Behandlung der rheumatoiden Arthritis

    Leider ist diese  Art der Erkrankung, die in den meisten Fällen an der Halswirbelsäule vorkommt nicht heilbar und die Therapie der Erkrankung dient in erster Linie zur Linderung der Symptome sowie der Verbesserung der Lebensqualität der Patienten.

     

    Die Art der angewandten Therapie hängt stark vom Krankheitsverlauf und dem Stadium der Erkrankung ab und wird für jeden Patienten individuell entschieden.

    Konservative Behandlung im ersten Schritt

     

    Ein rheumatoide Arthritis muss nicht zwingend eine sofortige operative Therapie zur Folge haben. Bei frühzeitiger Diagnosestellung kann im ersten Schritt eine konservative, nicht operative Therapie angewandt, um die Symptome zu lindern und die Beweglichkeit weitgehend zu erhalten. Die medikamentöse Behandlung mit Antirheumatika in Kombination mit einer Halskrause und /oder einem Stützkorsett stehen bei der konservativen Therapie im Vordergrund.

     

    Wenn bereits neurologische Komplikationen auftreten sowie Schäden an den Wirbeln, dem Bandapparat oder dem Rückenmark vorliegen, kann mit einem operativer Eingriff oftmals nur der bereits vorhandene Schaden stabilisiert und weitere Komplikationen eingedämmt werden.

     

    Es gibt eine Reihe von Operationsverfahren, mit denen die Instabilitäten und die Rücken- sowie Nervenkompressionen behoben werden können.

    Fusion / Versteifung der Wirbelsäule über zwei oder mehr Wirbelsegmente

     

    Um den Körper aufzurichten und die nötige Stabilität in der Wirbelsäule zu erreichen, kann eine dauerhafte Versteifung der betroffenen Teilbereiche der Wirbelkörper eine für den Patienten gewinnbringende Therapie darstellen. Je nach Ausprägung und Stadium der Erkrankung kann eine Versteifung und somit eine Stabilisierung über zwei oder mehrere Etagen erfolgen. Die Versteifung erfolgt mit Hilfe von Schrauben, die in die Wirbelkörper eingeschraubt und mit einem Stab-System fest miteinander verbunden werden. Je nach Zustand der Bandscheiben zwischen den Wirbeln bleiben diese erhalten oder werden während der Operation durch sogenannte Cages (Platzhalter) ersetzt.

     

    Dabei wird unterschieden ober der Zugang zur Wirbelsäule von vorne oder von hinten, bzw. von beiden Seiten gleichzeitig erfolgt.

     

    Dorsal Fusion - beschreibt den Zugang von vorne über den Bauchraum

    Ventrale Fusion - beschreibt den Zugang von hinten über den Rücken

    Dorsoventrale Fusion - beschreibt den Zugang von vorn und hinten gleichzeitig

    Bildquelle: ulrich medical

    Wirbelkörperersatz, wenn nötig in Verbindung mit einer Spondylodese

     

    Sind die Wirbelkörper durch die Erkrankung bereits stark beschädigt und kommt es zu einer Myelopathie, müssen die defekten Wirbelkörper entfernt und durch ein Implantat ersetzt werden. Der Wirbelkörperersatz in Verbindung mit der Spondylodese verläuft nach dem selben Prinzip, wie die Behandlung eines traumatischen Bruches. Im Falle der rheumatoiden Arthritis dehnt sich die Stabilisierung meist jedoch über mehrere Etagen, sprich Wirbelkörper aus.

     

    Eine genaue Beschreibung finden Sie unter:

    Behandlung - Verletzungen/Brüche - traumatische Brüche

    Bildquelle: ulrich medical

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