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Patienten > Behandlung > Tumore/Metastasen

  • > Behandlung primäre Knochentumore

    Behandlungsoptionen von benignen (gutartigen) Tumoren

     

    • Watch and wait
      Watch and wait wird in der Tumorchirurgie eine Behandlungsstrategie genannt, bei der die gutartige Tumorerkrankung zunächst nicht behandelt, sondern nur regelmäßig beobachtet wird. Werden bestimmte diagnostische Parameter erreicht, so kann eine operative Therapie eingeleitet werden.

     

     

     

    Behandlungsoptionen von malignen (bösartigen) Tumoren

     

    Bei der Behandlung von bösartigen Tumoren liegt der Fokus vor allem auf die vollständige Entfernung des Tumors und nicht primär auf den maximalen Erhalt der Strukturen. Ergänzend bietet sich bei bösartigen Tumoren noch die Radio-Chemotherapie an, welche in unserem Zentrum in Zusammenarbeit mit dem Tumorboard geplant und durchgeführt wird.

     

    • Tumorresektion
      Eine Resektion von Wirbelkörpern nennt man das Entfernen der Wirbelkörper oder Teile davon. Dies ist prinzipiell über mehrere Etage, sprich Wirbel möglich. Bei Tumoren, die den vorderen sowie den hinteren Wirbelanteil betreffen, muss der komplette Wirbelkörper sowie der Wirbelbogen entfernt werden. Solche Operationen sind sehr komplex und erfordern ausreichend Erfahrung im Bereich der Wirbelsäulenchirurgie und sollten nur von sehr erfahrenen Teams, wie dem des Wirbelsäulen Zentrum Nordfriesland durchgeführt werden.

    • Wirbelkörperersatz, wenn nötig in Verbindung mit einer Spondylodese
      Der Wirbelkörperersatz in Verbindung mit der Spondylodese verläuft nach dem selben Prinzip, wie die Behandlung eines traumatischen Bruches.

      Eine genaue Beschreibung finden Sie unter:
      Behandlung - Verletzungen/Brüche - traumatische Brüche
  • > Behandlung von Knochenmetastasen

    Radio-Chemo-Therapie
    Die Kombinationstherapie aus Bestrahlung und Verabreichung einer Chemotherapie wird in unserem Zentrum gemeinschaftlich in unserem Tumorboard besprochen und die Therapie anschließend von den einzelnen Fach-Disziplinen umgesetzt.

     

    Spondylodese in Kombination mit Wirbelkörperaugmentation

    Da es sich bei einer Metastasierung überwiegend um eine palliative Situation handelt, steht der Erhalt von Mobilität und Schmerzfreiheit im Vordergrund. Die Spondylodese verläuft nach dem selben Prinzip, wie die Behandlung eines traumatischen Bruches. Im Falle der Tumorchirurgie dehnt sich die Stabilisierung meist jedoch über mehrere Etagen, sprich Wirbelkörper aus. Zu Erhöhung der Stabilität wird der betroffene Wirbelkörper zusätzlich über einen Titankäfig gestützt oder mit Zement gefüllt

    Eine genaue Beschreibung finden Sie unter:
    Behandlung - Verletzungen/Brüche - traumatische Brüche

     

     

    Dekompression

    Verursacht eine Knochenmetastase durch Einbruch in den Spinalkanal eine Einengung des Wirbelkanals, muss eine Dekompression des Wirbelkanal erfolgen, um nachhaltig die Druckbelastung auf die Nerven, die durch die Metastasen hervorgerufen wurde zu nehmen. Dies geschieht durch die Entnahme von Gewebe und/oder Knochensubstanz.

     

    Um für ausreichend Stabilität nach dem Eingriff zu sorgen, muss in vielen Fällen der betroffene Wirbelkörper mit dem benachbarten Wirbelkörper durch eine Spondylodese mit Hilfe von Schrauben und Stäben miteinander verbunden werden. Nach ca. 3-4 Monaten sind die beiden Wirbelkörper fest miteinander verwachsen und geben wieder ausreichend Stabilität.

     

    Metastasenresektion

    Bei einigen Tumorarten ist die Entfernung einer Metastase innerhalb des Wirbelkörpers unter Umständen lebensverlängernd. Bei Metastasen, die den vorderen sowie den hinteren Wirbelanteil betreffen, muss der komplette Wirbelkörper sowie der Wirbelbogen entfernt werden. Solche Operationen sind sehr komplex und erfordern ausreichend Erfahrung im Bereich der Wirbelsäulenchirurgie und sollten nur von sehr erfahrenen Teams, wie dem des Wirbelsäulen Zentrum Nordfriesland durchgeführt werden. In den meisten Fällen sind bei diesen Eingriffen auch weitere Maßnahmen zur Stabilisierung oder zur Gewährleistung der Gelenkfunktion nötig.

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