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Patienten > Behandlung > Verletzungen/Brüche

  • > Behandlung des Hexenschusses

    Ausschließlich durch konservative Behandlung

     

    Der Hexenschuss wird im ersten Schritt ausschließlich konservativ behandelt, um den Schmerz zu lindern und die Beweglichkeit wieder herzustellen. Eine effektive Schmerztherapie in Kombination mit einer physiotherapeutischen Bewegungstherapie oder einer physikalischen Therapie hilft dem Körper im Selbstheilungsprozess.

     

    In selten Fällen, wenn die Schmerz-, Physio- oder physikalische Therapie nicht den gewünschten Heilungserfolg bringt, kann die Infiltrationstherapie im nächsten Schritt eingesetzt werden. Hierbei werden, unterstützt durch moderne Bildgebung, hochwirksame Schmerzmittel millimetergenau an die Stelle der Schmerz auslösenden Stelle im Rücken gespritzt.

  • > Behandlung des ISG-Syndroms

    Konservative Behandlung des ISG-Syndroms

     

    Beim ISG-Syndrom wird im ersten Schritt immer eine konservative, nicht operative Therapie angewandt, um den Schmerz zu lindern und die Beweglichkeit wieder herzustellen. Eine effektive Schmerztherapie in Kombination mit einer physiotherapeutischen Bewegungstherapie oder einer physikalischen Therapie hilft dem Körper im Selbstheilungsprozess.

     

    Sollten Schmerz-, Physio- oder physikalische Therapie nicht den gewünschten Heilungserfolg bringen, kann die Infiltrationstherapie im nächsten Schritt eingesetzt werden. Hierbei werden, unterstützt durch moderne Bildgebung, hochwirksame Schmerzmittel millimetergenau an die Stelle der Schmerz auslösenden Stelle am Rücken gespritzt.

     

    Nur in seltenen Fällen, wenn der konservative Therapieansatz keinen Erfolg zeigt und die Schmerzen chronisch sind, wird eine Operation in Betracht gezogen.

    Kompressionsarthrodese des ISG

     

    Zu einer Operation sollte jedoch nur Patienten geraten werden, bei denen alle konservativen Therapieoptionen gänzlich ausgeschöpft sind.

     

    Bei der Kompressionsarthrodese des ISG wird der Gelenksspalts zwischen Becken und Kreuzbein angefrischt und mit körpereigenen Knochenmaterial, das während der Operation meist aus dem Beckenkamm entnommen wird, aufgefüllt. Zusätzlich werden zwei Schrauben zwischen Becken und Kreuzbein eingebracht.

    Nach wenigen Wochen sind die beiden Gelenke mit Hilfe den Knochentransplantats fest miteinander verwaschen und können keine Schmerzen mehr verursachen.

  • > Behandlung des traumatischen Wirbelkörperbruchs

    Konservative Behandlung von traumatischen Wirbelkörperbrüchen

     

    Ein traumatisch bedingter Wirbelkörperbruch muss nicht zwingend eine operative Therapie zur Folge haben. In vielen Fällen wird im ersten Schritt eine konservative, nicht operative Therapie angewandt, um den Schmerz zu lindern, den Bruch zu stabilisieren und dadurch die Beweglichkeit langfristig wieder herzustellen. Der konservative Ansatz soll vor allem dem Selbstheilungsprozess des Körpers unterstützen.

     

    Nicht nur die minimal-invasiven Operationsverfahren haben sich in den letzten Jahren stark verbessert, auch in der Weiterentwicklung von Stützkorsetten hat sich viel getan. Vorbei sind die Zeiten von unbequemen, schweren und meist aus Patientensicht unattraktiven Stützhilfen. Vor allem für jüngere Patienten mit leichten Verletzungen der Wirbelsäule, kann unter Umständen eine konventionelle Korsetttherapie bereits ausreichend sein. Das individuell anpassbare Korsett bringt den Rücken des Patienten von einer vermeintlich schmerzlindernden Schonhaltung in eine die Wirbelsäule entlastende, aufrechte Haltung und fördert so den Heilungsprozess.

     

    Erst wenn der konservative Therapieansatz keinen Erfolg verspricht, wird eine Operation in Betracht gezogen.

    Titan-Stützkäfig zur Aufrichtung des Wirbels

     

    Der Stützkäfig ist ein Implantat aus Titan und Titanlegierung, geformt wie ein Käfig. Er wird mittels einer Bohrung im Wirbel millimetergenau platziert und aufgespreizt wie ein Dübel in der Wand. Dadurch wird der Wirbel angehoben und in seine ursprüngliche Form zurück gebracht. Danach wird der Käfig mit einer geringen Menge an Knochenzement gefüllt und verbindet sich so perfekt mit dem schwammartigen Knocheninneren, der Spongiosa.

     

    Für den minimal-invasiven Eingriff ist ein nur 5 mm großer Schnitt am Rücken nötig. Kurze Schonzeit und schnelle Mobilität zeichnen dieses Verfahren aus. Durch die hohe Eigenstabilität des Titan-Stützkäfigs wird im Gegensatz zu den herkömmlichen Methoden nur ein Bruchteil der Zementmenge benötigt. Das verringert das Risiko des Zementaustritts und damit verbundener Komplikationen erheblich.

    Doppelballon-Kyphoplastie

     

    Alternativ kann bei bestimmten Brüchen, bei den die Deckplatten der Wirbelkörper eingebrochen, bzw. abgesunken sind, eine sogenannte Doppelballon-Kyphoplastie zum Einsatz kommen. Die Kyphoplastie beschreibt ein Verfahren, in dem der gebrochene Wirbelkörper mit Hilfe eines Ballons, der im Wirbelkörper durch eine Bohrung platziert und mit Luft aufgeblasen wird, wieder in seine ursprüngliche Form gebracht wird. Zur nachhaltigen Stabilisierung wird der durch die Luftballons entstanden Holraum mit Knochenzement aufgefüllt.

     

    Bei der von uns eingesetzten Doppelballon-Technologie stehen dem Operateur nicht nur 2 Ballons zur Aufrichtung, sondern vier Ballons zur Verfügung, was eine deutliche detaillierte Rekonstruktion bzw. Wiederaufrichtung des gebrochenen Wirbels zulässt. Vergleichbar mit einem Floss, welches nicht nur auf zwei Fässern, sonder auf vier Fässern deutlich stabiler auf dem Wasser schwimmt.

    Vergleich Einfachballon - Doppeballon

    Temporäre Spondylodese (Stabilisierung) mit Stab und Pedikelschraube

     

    Die Spondylodese dient zur temporären Stabilisierung der Wirbelsäule ober- und unterhalb des gebrochenen Wirbelkörpers an allen drei Bereichen der Wirbelsäule. Der Halswirbelsäule (HWS), Brustwirbelsäule (BWS) und der Lendenwirbelsäule (LWS). Um die benötigte Stabilität und Festigkeit zu gewährleisten, werden Pedikelschrauben in die Wirbelkörper eingebracht und über Stäbe miteinander verbunden.

     

    In der Regel können die Schrauben und Stäbe nach 6 - 9 Monaten wieder entfernt werden. Damit ist die ursprüngliche Beweglichkeit der Wirbelsäule wieder hergestellt.

    Wirbelkörperersatz an Hals- und Lendenwirbelsäule

     

    Die Operation an der Halswirbelsäule erfolgt in der Regel von vorne durch den Hals, um eine Verletzung am Rückenmark möglichst zu vermeiden. Nach der Entfernung des irreparabel gebrochenen Wirbelkörpers sowie der Bandscheiben und Beseitigung von Knochenfragmenten, die auf den Nerv drücken könnten wird ein Hohlzylinder aus Titan anstelle des Wirbelkörper eingesetzt, der mit Knochentransplantat aufgefüllt wird. Der eingebaute Platzhalter wird nun durch Platten, die am oben sowie am unten angrenzenden Wirbelkörper fixiert werden, stabilisiert. Wird der Wirbelkörperersatz über mehrere Etagen durchgeführt, kann zur Stabilisierung zusätzlich auch ein Stab/Schrauben-System von hinten Einsatz finden.

     

    Der Zugang für den Wirbelkörperersatz an der Lendenwirbelsäule erfolgt in den meisten Fällen von vorne und hinten. Nach dem Entfernen des gebrochenen Wirbels und der Bandscheibe wird ein größenvariables Titanimplantat eingebracht, welches über ein Schraubsystem exakt auf die benötigte Höhe eingestellt werden kann. Zur Gewährleistung der Stabilität werden neben den von vorne eingebrachten Platten zusätzlich in die oberhalb und unterhalb des Bruches liegenden Wirbelkörper Schrauben von hinten eingebracht, die über Stäbe miteinander verbunden werden.

    Bildquelle: ulrich medical

    Thorakoskopischer Wirbelkörperersatz an der Brustwirbelsäule

     

    Der thorakoskopische Wirbelkörperersatz erfolgt in einem logistisch sehr aufwändigen minimal-invasiven Verfahren. Der Zugang erfolgt über vier kleine Schnitte, die seitlich am Brustkorb vorgenommen werden. Dieses Vorgehen erspart dem Patienten eine Eröffnung des gesamten Brustkorbes, was in der Regel mit großen Narben und unter Umständen zu Wundheilungsstörungen führen kann.

     

    Über einen der vier Schnitte wird eine Kamera ins Innere des Brustkorbes eingeführt, über die anderen drei Zugänge werden Instrumente und das benötigte Material eingebracht. Wie an der Lendenwirbelsäule werden der gebrochene Wirbelkörper, die Bandscheiben und eventuell Knochenfragmente entfernt. Das in den Zwischenraum eingebrachte höhenverstellbare Implantat wird mit einem Schrauben-Stab-System gemäß einer Spondylodese stabilisiert und gesichert.

  • > Behandlung des osteoporotischen Wirbelkörperbruchs

    Konservative Behandlung von osteoporotischen Wirbelkörperbrüchen

     

    Ein durch Osteoporose bedingter Wirbelkörperbruch muss nicht zwingend eine operative Therapie zur Folge haben. In einigen Fällen wird im ersten Schritt eine konservative, nicht operative Therapie mit einem Stützkorsett und einer anti-osteoporotischen, medikamentösen Therapie angewandt, um den Schmerz zu lindern, den Bruch zu stabilisieren und dadurch die Beweglichkeit langfristig wieder herzustellen. Der konservative Ansatz soll vor allem den Selbstheilungsprozess des Körpers unterstützen.

     

    Nicht nur die minimal-invasiven Operationsverfahren haben sich in den letzten Jahren stark verbessert, auch in der Weiterentwicklung von Stützkorsetten hat sich viel getan. Vorbei sind die Zeiten von unbequemen, schweren und meist aus Patientensicht unattraktiven Stützhilfen. Das individuell anpassbare Korsett bringt den Rücken des Patienten von einer vermeintlich schmerzlindernden Schonhaltung in eine die Wirbelsäule entlastende, aufrechte Haltung und fördert so den Heilungsprozess.

     

    Erst wenn der konservative Therapieansatz keinen Erfolg verspricht, wird eine Operation in Betracht gezogen.

    Titan-Stützkäfig zur Aufrichtung des Wirbels

     

    Der Stützkäfig ist ein Implantat aus Titan und Titanlegierung, geformt wie ein Käfig und eignet sich aufgrund seiner Eigenschaft für osteporotische Brüche. Er wird mittels einer Bohrung im Wirbel millimetergenau platziert und aufgespreizt wie ein Dübel in der Wand. Dadurch wird der Wirbel angehoben und in seine ursprüngliche Form zurück gebracht. Danach wird der Käfig mit einer geringen Menge an Knochenzement gefüllt und verbindet sich so perfekt mit dem schwammartigen Knocheninneren, der Spongiosa.

     

    Für den minimal-invasiven Eingriff ist ein nur 5 mm großer Schnitt am Rücken nötig. Kurze Schonzeit und schnelle Mobilität zeichnen dieses Verfahren aus. Durch die hohe Eigenstabilität des Titan-Stützkäfigs wird im Gegensatz zu den herkömmlichen Methoden nur ein Bruchteil der Zementmenge benötigt. Das verringert das Risiko des Zementaustritts und damit verbundener Komplikationen erheblich.

    Doppelballon-Kyphoplastie

     

    Alternativ kann bei bestimmten Brüchen, bei den die Deckplatten der Wirbelkörper eingebrochen, bzw. abgesunken sind, eine sogenannte Doppelballon-Kyphoplastie zum Einsatz kommen. Die Kyphoplastie beschreibt ein Verfahren, in dem der gebrochene Wirbelkörper mit Hilfe eines Ballons, der im Wirbelkörper durch eine Bohrung platziert und mit Luft aufgeblasen wird, wieder in seine ursprüngliche Form gebracht wird. Zur nachhaltigen Stabilisierung wird der durch die Luftballons entstanden Holraum mit Knochenzement aufgefüllt.

     

    Bei der von uns eingesetzten Doppelballon-Technologie stehen dem Operateur nicht nur 2 Ballons zur Aufrichtung, sondern vier Ballons zur Verfügung, was eine deutliche detaillierte Rekonstruktion bzw. Wiederaufrichtung des gebrochenen Wirbels zulässt. Vergleichbar mit einem Floss, welches nicht nur auf zwei Fässern, sonder auf vier Fässern deutlich stabiler auf dem Wasser schwimmt.

    Spondylodese (Stabilisierung) mit Stab und Spreizschraube

     

    Die Vorgehensweise bei dieser Behandlung entspricht im Grund dem Vorgehen bei traumatischen Brüchen. Nur werden hierbei für die aufgrund der Osteoporose bereits erweichten Wirbelkörper spezielle Spreizschrauben verwendet. Alternativ zu den Spreizschrauben können Pedikelschrauben eingesetzt werden, die nach dem Einbringen zusätzlich mit Knochenzement verfüllt werden.

     

    Die Spondylodese dient zur Stabilisierung der durch die Osteoporose verursachten Instabilität der Wirbelsäule ober- und unterhalb des gebrochenen Wirbelkörpers an allen drei Bereichen der Wirbelsäule. Der Halswirbelsäule (HWS), Brustwirbelsäule (BWS) und der Lendenwirbelsäule (LWS). Um die nötige Stabilität und Festigkeit zu gewährleisten, werden Schrauben in die Wirbelkörper eingebracht und über Stäbe miteinander verbunden.

    Bildquelle: ulrich medical

    Wirbelkörperersatz an Hals- und Lendenwirbelsäule

     

    Die Operation an der Halswirbelsäule erfolgt in der Regel von vorne durch den Hals, um eine Verletzung am Rückenmark möglichst zu vermeiden. Nach der Entfernung des irreparabel gebrochenen Wirbelkörpers sowie der Bandscheiben und Beseitigung von Knochenfragmenten, die auf den Nerv drücken könnten wird ein Hohlzylinder aus Titan anstelle des Wirbelkörper eingesetzt, der mit Knochentransplantat aufgefüllt wird. Der eingebaute Platzhalter wird nun durch Platten, die am oben sowie am unten angrenzenden Wirbelkörper fixiert werden, stabilisiert. Wird der Wirbelkörperersatz über mehrere Etagen durchgeführt, kann zur Stabilisierung zusätzlich auch ein Stab/Schrauben-System von hinten Einsatz finden.

     

    Der Zugang für den Wirbelkörperersatz an der Lendenwirbelsäule erfolgt in den meisten Fällen von vorne und hinten. Nach dem Entfernen des gebrochenen Wirbels und der Bandscheibe wird ein größenvariables Titanimplantat eingebracht, welches über ein Schraubsystem exakt auf die benötigte Höhe eingestellt werden kann. Zur Gewährleistung der Stabilität werden neben den von vorne eingebrachten Platten zusätzlich in die oberhalb und unterhalb des Bruches liegenden Wirbelkörper Schrauben von hinten eingebracht, die über Stäbe miteinander verbunden werden.

    Bildquelle: ulrich medical

    Thorakoskopischer Wirbelkörperersatz an der Brustwirbelsäule

     

    Der thorakoskopische Wirbelkörperersatz erfolgt in einem logistisch sehr aufwändigen minimal-invasiven Verfahren. Der Zugang erfolgt über vier kleine Schnitte, die seitlich am Brustkorb vorgenommen werden. Dieses Vorgehen erspart dem Patienten eine Eröffnung des gesamten Brustkorbes, was in der Regel mit großen Narben und unter Umständen zu Wundheilungsstörungen führen kann.

     

    Über einen der vier Schnitte wird eine Kamera ins Innere des Brustkorbes eingeführt, über die anderen drei Zugänge werden Instrumente und das benötigte Material eingebracht. Wie an der Lendenwirbelsäule werden der gebrochene Wirbelkörper, die Bandscheiben und eventuell Knochenfragmente entfernt. Das in den Zwischenraum eingebrachte höhenverstellbare Implantat wird mit einem Schrauben-Stab-System gemäß einer Spondylodese stabilisiert und gesichert.

Bildquelle: ulrich medical

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